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WAHN WELT WELLEN 1955-2015

Erstmals zeigt uns ART DOCK alles Weiterbeben, alle Ausflüsse und Ablagerungen der Wahn-Welten bis in die Gegenwart.
Also ins ART DOCK kommen, träumen und albträumen, erschauern, sich erheitern und staunen.
WAHN WELT WELLEN 1955-2015
ÜBER 60 ZÜRCHER KÜNSTLER ... ... UND VIELE ZUGVÖGEL
VERNISSAGE 4. JUNI 2015 18:00 UHR
GRUSSWORT REGIERUNGSRÄTIN JACQUELINE FEHR
5. JUNI - 6. SEPTEMBER 2015

Selbst unter Zürichs vermeintlich cooler Oberfläche bildeten und bilden sich Herde des aufgestauten Unbewussten. Diese rumoren Vulkanen gleich, speien in heissen Flüssen ihre Magma aus, bereichern so die bekannte Kunstlandschaft. Vorboten dieses bildnerischen Vulkanismus waren wenige lokale Surreale wie Walter Grab oder Erwin Pulver. Die Epizentren des Surrealismus hingegen lagen ja in Paris, in Basel und Luzern. Um 1955 jedoch waren auch in Zürich bisher unbekannte seismografische Schwingungen zu spüren, etwa um Eva Wipf, Friedrich Kuhn, Gottlieb Kurfiss und Alex Sadkowsky. Der Schriftsteller Paul Nizon fasste die Südstrassen-Konstellation unter dem süffigen Begriff «Zürichs Schule der kleinen Wahnwelt» zusammen. Gemeint war damit auch der Kontrast zur systematischen Kunst der Konstruktiv-Konkreten, vertreten durch Bill, Lohse, Graeser und Löwensberg. Seit 1955 machten die Wahnwelt-Künstler in immer neuen Wellen und Eruptionen von sich reden. Die verklärende Legende stempelte sie zu Aussenseitern; bald einmal bildeten sie jedoch ihren eigenen Mainstream. Etwa um 1965 kam ein weiteres vulkanisches Nachbeben: Fredi Knecht mit seiner Alltagsphantastik, Fritzli Müller, ein naiver Wahnweltler, und Urban Gwerder, ein Aussteiger, als das Aussteigen noch nicht Mode war. Von den späten 60ern an überrollten uns die Albträume von H.R. Giger, später kamen die mehr narrativen Schreckensvisionen von Thomas Ott, überraschte uns der Zeichentrommler Anton Bruhin, der vertrackte Zeitdeuter Hanspeter Weber und eine bunte Schar von über 60 Zürcher KünstlerInnen zuzüglich den bei uns gelegentlich brütenden Zugvögeln.

Künstler: PIERRE BALTENSBERGER ∙ EMRE BAYKAL ∙ HANNES BOSSERT ∙ DANIEL BOSSHART ∙ PETER BRÄUNINGER ∙ ANTON BRUHIN ∙ CAÑAMERAS ∙ JEREMIE CRETTOL ∙ MARTIN DISLER ∙ MARK DIVO ∙ MARGARETHA DUBACH ∙ ARMEN ELOYAN ∙ CHRIGEL FARNER ∙ JOHANNES GACHNANG ∙ WERNER GADLIGER ∙ H.R. GIGER ∙ WALTER GRAB ∙ PATRICK GRAF ∙ KARL GULDENSCHUH ∙ URBAN GWERDER ∙ WOLFGANG HÄCKEL ∙ EMANUEL HALPERN ∙ LILIAN HASLER ∙ TANJO HEIM ∙ BRUNO HELLER ∙ CHRISTOPH HERZOG ∙ MANFRED HÖLZEL ∙ RADOVAN HIRSL ∙ AMBROSIUS HUMM ∙ REGULA HUMM-RELLSTAB ∙ ALAIN KAISER ∙ MARTIN KAUFMANN ∙ LILLY KELLER ∙ FRED ENGELBERT KNECHT ∙ FRIEDRICH KUHN ∙ GOTTLIEB KURFISS ∙ GREGOR LANZ ∙ LARS LIENHART ∙ VALENTIN LUSTIG ∙ DHANI MAURER ∙ PETER MEISTER ∙ FRITZLI MÜLLER ∙ SEVERIN MÜLLER ∙ ROLF NAGHEL ∙ THOMAS OTT ∙ ALFRED PREISIG ∙ ERWIN PULVER ∙ NIKLAUS RÜEGG ∙ ALEX SADKOWSKY ∙ CLAUDE SANDOZ ∙ ERWIN SCHATZMANN ∙ KLAUDIA SCHIFFERLE ∙ AJA ISKANDER SCHMIDLIN ∙ MARTIN SCHWARZ ∙ MARTIN SENN ∙ WALTER ALBERT STEFFEN ∙ ANNELIES ŠTRBA ∙ ANDRÉ THOMKINS ∙ TIMMERMAHN ∙ SUSANNA VECELLIO ∙ FRANCOIS VISCONTINI ∙ ALEKS WEBER ∙ WALTER WEGMÜLLER ∙ CHANTAL WICKI ∙ EVA WIPF ∙ HANS WITSCHI ∙ FRANZ ANATOL WYSS ∙ SEPP WYSS ∙ ZANRÉ ∙ MUZ ZEIER ∙ JÜRGEN ZUMBRUNNEN

ÖV-HALTESTELLEN: HARDPLATZ / BHF HARDBRÜCKE · HOHLSTRASSE 258 · ZÜRICH 8004

GEÖFFNET: MONTAG-FREITAG 13-19 UHR · SAMSTAG-SONNTAG 10-17 UHR
TEL 043 322 07 90 >>> www.art-dock-zh.ch >>> www.demut-mueller.ch

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Einladung (1,26 MB)