Seminar Kunstgeschichte: Magdalena Abakanovicz

Abakanowicz` Skulpturen begegnete ich zum 1. Mal in Zürich in den 80er Jahren. Seitdem ist meine Faszination nicht weniger geworden - im Gegenteil. Sie ist eine Bildhauerin von Weltrang, die hierzulande zu wenig bekannt ist. Zu ihrem 70. Geburtstag war in der "New York Times" zu lesen: " Magdalena Abakanowicz ist auf einem Höhenflug. Ihre Arbeiten aus Fasern, Sackleinen und Bronze haben ihr im letzten Jahr eine weite internationale Anerkennung gebracht." Heute arbeitet die über 80-jährige weiter in Waschau. Nicht nur thematisch erweitert sich ihr Werk in der dritten Lebensphase, sowohl die Anzahl der Werke wie auch die Menge der Figuren ihrer Installationen nimmt stark zu.

Geboren 1930, erlebte Abakanowicz ihre prägenden Erfahrungen in Polen auf dem Land. Eigentlich sollte sie ein Junge werden - eine Parallele zu Louise Bourgeois. Die deutsche und russische Besetzung Polens prägten sie hautnah und hinterliessen tiefe Spuren in ihrem Werk. Mit 45 Jahren fand sie ihr Thema: die menschliche Figur als Torso, deren Haut und Haltung von "Eindrücken" von innen und aussen geprägt sind - " Das Innere ist so wichtig wie die Hülle".

Abakanowicz` künstlerisches Konzept beruht auf dem Vertrauen in die Intuition der Menschen - die Intuition der anderen und die eigene. "Alles was uns umgibt, prägt uns, und indem es uns prägt, prägt es das Werk." Aufbauend auf Augusto Rodin, Alberto Giacometti und Germaine Richier kann sie von sich sagen: " Ich habe das Konzept der Menge in die Kunst gebracht."

Kurse:

18. - 20. 05. 2012

Seminar: Magdalena Abakanovicz

Dr. Hanna Gagel
250,00 CHF